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Finanziell gut aufgestellt in die Rentenzeit starten

26.03.2015

An Verbraucher um die 60, die die Weichen für ihren Ruhestand stellen wollen, wendet sich ein neuer Ratgeber der Stiftung Warentest. „Finanzplaner 60+: Steuern, Recht und Finanzen für die zweite Lebenshälfte“ heißt das Buch von Autorin Isabell Pohlmann. Die Autorin ist ehemalige Finanztest-Redakteurin und arbeitet als freiberufliche Journalistin für Finanz- und Verbraucherthemen.

Der Ratgeber startet mit Informationen dazu, welche Schritte noch vor Beginn der Rente erledigt werden müssen und zeigt auf, wie viel es kosten würde, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Außerdem beschäftigt sich das Buch mit der Frage, wie es nach Rentenbeginn weiter geht: Wie wird das Ersparte am besten angelegt und wie wirkt es sich steuerlich aus, wenn Rentner arbeiten gehen? Auch Vollmachten für den Notfall und die Regelung des Nachlasses thematisiert die Autorin.

Anhand von Checklisten können die Leser überprüfen, welche Punkte sie noch erledigen müssen und was bereits abgehakt ist. Zu den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder in leserfreundlichen Grafiken aufbereitete Statistiken und wissenswerte Fakten.

Bedarf ändert sich mit Beginn der Rentenzeit

In einem gesonderten Kapitel geht es außerdem auf mehr als 30 Seiten um die richtigen Versicherungen im Alter. „Wichtigen Versicherungsschutz werden Sie seit Jahren haben“, schreibt Pohlmann. „Beim Übergang in den Ruhestand ändert sich einiges, aber längst nicht alles.“ Die Zielgruppe 60 plus sei für Versicherungs-Unternehmen sehr attraktiv. „Einige Produkte haben die Versicherer speziell für sie kreiert. Einiges davon ist schlicht überflüssig.“

Welche Versicherungen sinnvoll sind, können die Leser anhand eines Versicherungschecks herausfinden. Dieser teilt ähnlich wie der entsprechende Test auf der Homepage der Stiftung Warentest die Policen in „unbedingt notwendig“, „sehr zu empfehlen“, „sinnvoll“, „mit Einschränkungen sinnvoll“ und „überflüssig“ ein (VersicherungsJournal 25.4.2014).

Einige Angebote sind überflüssig

Nur mit Einschränkungen sinnvoll sei beispielsweise die Rechtsschutz-Versicherung. „Sie kann zwar eine wertvolle Hilfe sein, doch womöglich gibt es günstigere Alternativen.“ So könne beispielsweise die Mitgliedschaft im Mieterverein eine Möglichkeit sein, wenn sich die Leser nur anwaltliche Hilfe in Mietstreitigkeiten sichern wollen.

Nach Meinung der Autorin sollten die älteren Leser von Sterbegeld-Versicherungen lieber gleich ganz die Finger lassen. Stattdessen solle das Geld lieber auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt werden. Einen Hinweis auf die niedrigen Zinsen spart die Autorin hier aber aus, als Begründung für den Rat gibt sie lediglich an, die Versicherung sei für die meisten zu teuer.

Auch Reisegepäck-Versicherungen zählt Pohlmann zur Kategorie „überflüssig“. Hier bestehe aufgrund von strengen Versicherungs-Bedingungen die Gefahr, im Ernstfall kein Geld zu erhalten.

Blick in die Versicherungs-Bedingungen empfehlenswert

Viele Versicherer machten den älteren Kunden Spezialangebote und bieten ihnen Rabatte, berichtet die Autorin. Das Rabattangebot könne aber durchaus teurer sein als der Normaltarif eines anderen Versicherers. „Außerdem beinhaltet der ‚Seniorentarif‘ womöglich deutliche Leistungseinbußen.“ Darum sollten die Leser genau nachfragen und am besten auch selbst einen Blick ins Bedingungswerk werfen.

Besonders bei Unfallversicherungen sollten Senioren darauf achten, ob ihr Vertrag Assistance-Leistungen enthält. Diese könnten auch zusätzlich zu einer bestehenden Police abgeschlossen werden. Wer keinen Vertrag mehr wolle, der nach einem Unfall große Summen auszahle, könne auch gezielt nach Senioren-Unfallversicherungen suchen, „die in erster Linie aufgrund der Assistance-Leistungen zu empfehlen sind“.

Preis und Leistung im Blick behalten

Bei bestehenden Versicherungen lohne es sich, diese zu Rentenbeginn auf den neuesten Stand zu bringen. So könne im Bereich Haftpflicht ein neuer Vertrag deutlich günstiger und gleichzeitig leistungsstärker sein. Auch bei weiteren Sachversicherungen wie Wohngebäude oder Hausrat sei eine Überprüfung von Preis, Versicherungssumme und Leistungen ratsam.

Erster Ansprechpartner in diesen Versicherungsfragen sei der Versicherungsvermittler, „dem Sie seit vielen Jahren vertrauen, weil er Sie immer kompetent beraten hat, Sie in Schadenfällen gut unterstützt hat und bei dem Sie das Gefühl haben, dass er Ihre Wünsche bei Vertragsabschlüssen berücksichtigt und Ihnen keine überflüssigen Policen aufgeschwatzt hat“, so Pohlmann.

So werde jedoch auch in Kauf genommen, dass günstigere oder bessere Angebote verpasst werden. „Die Tests der Stiftung Warentest bestätigen, dass es keinen Versicherer gibt, der in allen Versicherungssparten gleichermaßen eine Spitzenplatzierung einnimmt.“ Ein Blick auf Angebote anderer Anbieter sei daher ratsam. Die Leser sollten jedoch nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Leistungen achten.

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