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Die (un-)profitabelsten Kompositversicherer

30.01.2014

Für die Schaden-/Unfallversicherer auf dem deutschen Markt verläuft das Geschäft in den letzten Jahren aus Ertragssicht positiv. So erzielten die Anbieter in den letzten zehn Jahren jeweils eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von unter 100 Prozent.

Zwischen 2003 und 2006 lag die Quote sogar nur bei knapp über 90 Prozent. In den Jahren 2010 bis 2012 gab es hingegen mit 97 und 98 Prozent die höchsten Werte, wie den Statistischen Taschenbüchern der Versicherungswirtschaft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zu entnehmen ist.

Combined Ratio Kompositversicherung 2003-2012 (Quelle: GDV)

Steigende Schadenlast

Dies liegt unter anderem daran, „dass die Schadenlast auf dem höchsten Niveau aller Zeiten liegt“, erläutert Studienautorin Daniela Fischer im Vorwort der Studie „Branchenmonitor 2010-2012: Kompositversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig GmbH und YouGov AG. In dem Monitor werden zahlreiche Kennzahlen der 50 nach Beitragseinnahmen größten Komposit-Anbieter mit etwa 82 Prozent Marktanteil aufgeführt.

Allein zwischen 2010 und 2012 sind die durchschnittlichen Schadenaufwendungen der aufgeführten Gesellschaften von 630 auf fast 660 Millionen Euro angestiegen. Der gleiche Trend zeigt sich auch bei den Schadenaufwendungen pro Versicherungsvertrag: hier ging es von 132 auf über 135 Euro aufwärts.

Die Schadenquote in Relation zu den verdienten Bruttoprämien liegt zwischen 34,3 und 89,77 Prozent, der Durchschnittswert bei knapp unter 70 Prozent. Am besten schnitten der Deutsche Ring (jetzt Basler Deutschland), die Arag Allgemeine, die Debeka Allgemeine und die Rheinland ab. Die höchsten Quoten hatten die drei Huk-Coburg-Gesellschaften (VVaG, Allgemeine und Huk24) sowie die DA Deutsche Allgemeine (DA Direkt) zu verzeichnen.

Schadenquote Komposit Top/Flop 2012 (Quelle: V.E.R.S. Leipzig)

Die (un-)profitabelsten Schaden-/Unfallversicherer

Von den 50 aufgeführten Anbietern erzielten 39 eine Combined Ratio von unter 100 Prozent. Bei dem verblebenden guten Fünftel waren die Schaden- und Betriebsaufwendungen (brutto) höher als die verdienten Bruttoprämien. Am schlechtesten schnitten die Bayerische Beamten, die Feuersozietät Berlin Brandenburg und die DA Direkt ab.

Combined Ratio Komposit 2012 Flop (Quelle: V.E.R.S. Leipzig)

An der Spitze der Rangliste liegen mit dem Deutschen Ring, der Arag und der Debeka die gleichen Gesellschaften wie auch schon bei Schadenquote. Bei allen drei Anbietern liegt die Combined Ratio unter der 85-Prozent-Marke, die von der Provinzial Rheinland – wenn auch nur knapp – übertroffen wurde.

Combined Ratio Komposit 2012 Top (Quelle: V.E.R.S. Leipzig)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2010-2012: Kompositversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig Haftpflichtversicherung sowie Daten zur Bestandskundenanalyse und zur Erfolgstreiberanalyse.

Die Untersuchung kann bei der Studienverantwortlichen Frau Daniela Fischer per Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden. Die rund 100-seitige Studie kostet 708,05 Euro inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer.

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